Ruhe, Aufmerksamkeit und Ausdauer finden die Kinder in Eckenroth als natürliche Ressource. Mit Hilfe gezielter Übungen lernen sie diese Ressourcen selbst aktiv zu erzeugen. Sie nehmen diese Fähigkeit in Besitz und in den Alltag mit.

Das Erzählen, das Schreiben von Geschichten, die Sprache stehen im Zentrum der Arbeit in der Eckenroth Stiftung. Kinder und Jugendliche, die ins Förderprogramm aufgenommen werden, finden in Eckenroth Nachdenk-Zeit und Schreib-Raum.

Das Schreiben bewahrt die eigenen Ideen, Gefühle und Erlebnisse auf. Es hilft eigene Inhalte anderen zu vermitteln. Das Schreiben klärt die Gedanken, ermöglicht Orientierung. Es wird durch methodisches Training vervollkommnet. Wache Neugier auf Entdeckungen und die natürliche Lust am Lernen wachsen stetig und dauerhaft. Erprobte Übungen bringen präzisere Beobachtung. Die Wahrnehmung wird geschärft. Authentische Texte entstehen.

Ein talentiertes Kind hat erfahrungsgemäß vielfältige Interessen. Das Kind vertieft durch schriftliche Auseinandersetzung Themen, die es persönlich berühren. Damit kann es wichtige Entscheidungen für sich und seine Zukunft fundiert treffen. Manches Kind entdeckt beim Schreiben, wo sein persönlicher Schwerpunkt liegt – der durchaus auch jenseits des Schreibens sein kann.

Gut schreiben zu können, schadet in keinem Beruf. Es wirkt sich erfahrungsgemäß unmittelbar auf die schulischen Leistungen der Kinder aus. Mit dem Schreib-Training machen sie sich fit für den Schul- und Lebensalltag. Sie erweitern ihren Horizont. Sie profitieren für ihr gegenwärtiges und ihr zukünftiges Leben.

 

 

 

Katja Baumgärtner
arbeitet seit 1999 in der Eckenroth Stiftung, seit 2003 als Schreib-Trainer. Sie studierte Bildungswissenschaft. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie zum Thema:
„Ist biographisches Schreiben geeignet, um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern?“